Brustvergrößerung: Das Wichtigste vorab
Die Brustvergrößerung (Augmentationsmammoplastik) ist ein chirurgischer Eingriff zur Vergrößerung und Formkorrektur der Brust mithilfe von Implantaten oder Eigenfett.
Sie gehört weltweit zu den häufigsten ästhetischen Operationen. Ziel ist es, die Körperproportionen zu verbessern, Asymmetrien auszugleichen oder verlorenes Volumen wiederherzustellen.
Was ist eine Brustvergrößerung?
Der Eingriff erfolgt meist mit Implantaten, die mit Silikongel oder Kochsalzlösung gefüllt sind. Seltener wird Eigenfett aus anderen Körperregionen übertragen. Implantate werden nach folgenden Kriterien ausgewählt:
- Füllung: Silikongel, Kochsalzlösung oder formstabiles „Gummy-Bear“-Gel.
- Form: rund oder anatomisch (tropfenförmig).
- Position: unter dem Brustmuskel oder unter dem Brustdrüsengewebe.
- Zugang: über die Unterbrustfalte, den Bereich um den Warzenhof oder die Achselhöhle.
Für wen ist eine Brustvergrößerung geeignet?
Geeignete Kandidatinnen sind Patientinnen, die:
- körperlich gesund, nicht schwanger und nicht stillend sind.
- realistische Erwartungen haben.
- deren Brustentwicklung abgeschlossen ist.
- mit einer kleinen Brust oder Volumenverlust nach Schwangerschaft, Gewichtsabnahme oder Alterung unzufrieden sind.
- den oberen Brustpol als unzureichend gefüllt empfinden.
- eine Asymmetrie oder längliche Brustform haben.
Wichtigste Methoden der Brustvergrößerung
1. Silikonimplantate:
Sie fühlen sich natürlichem Gewebe ähnlich an und sind in verschiedenen Formen und Größen erhältlich. Die FDA empfiehlt eine Kontrolle von Silikonimplantaten mittels MRT oder Ultraschall 5–6 Jahre nach dem Einsetzen und anschließend alle 2–3 Jahre.
2. Kochsalzimplantate:
Die Hülle ist mit Kochsalzlösung gefüllt. Bei einer Beschädigung wird die Lösung vom Körper sicher aufgenommen.
3. Formstabile Implantate (Gummy Bear):
Sie besitzen eine festere Struktur und ein geringeres Risiko des Austretens der Füllung.
4. Eigenfetttransfer:
Durch Liposuktion gewonnenes Fett wird in die Brust eingebracht und ermöglicht eine natürliche, moderate Volumenzunahme.
5. Kombinierte Methode:
Ein Implantat kann besonders zur Auffüllung des oberen Brustpols mit Eigenfett kombiniert werden.
Ablauf der Operation
1. Anästhesie:
Es wird eine Vollnarkose oder intravenöse Sedierung gewählt.
2. Schnittführung:
Zur unauffälligen Platzierung der Narbe erfolgt der Zugang über die Unterbrustfalte, um den Warzenhof oder die Achselhöhle.
3. Einsetzen des Implantats:
Das Implantat wird unter den Muskel oder das Brustdrüsengewebe eingesetzt. Beim Eigenfetttransfer wird zusätzlich Fettgewebe eingebracht.
4. Wundverschluss:
Das Gewebe wird schichtweise mit ästhetischen Nähten verschlossen; auf der Haut kommen Nähte, Hautkleber oder Pflasterstreifen zum Einsatz.
5. Ergebnis:
Die Veränderung ist sofort sichtbar; die endgültige Form zeigt sich jedoch erst nach Rückgang der Schwellung.
Mögliche Risiken und Sicherheit
Wie jeder chirurgische Eingriff ist auch die Brustvergrößerung mit bestimmten Risiken verbunden:
- Anästhesierisiken und Blutungen.
- Veränderungen der Empfindlichkeit von Brustwarzen oder Brust sowie chronische Schmerzen.
- Ansammlung von Flüssigkeit (Serom) oder Blut (Hämatom).
- Infektion, die gelegentlich eine Entfernung des Implantats erfordert.
- Kapselfibrose – Bildung festen Narbengewebes um das Implantat.
- Beschädigung oder Ruptur des Implantats.
- Seltene Erkrankungen wie BIA-ALCL und BIA-SCC im Zusammenhang mit texturierten Implantaten.
- Asymmetrie oder Fehlposition des Implantats, die eine Korrektur erfordert.
Die FDA empfiehlt eine Untersuchung von Silikonimplantaten nach 5–6 Jahren und danach alle 2–3 Jahre mittels MRT oder Ultraschall zur Erkennung einer unbemerkten Ruptur.
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SBeyza Ç.